Briefe an Assange & Politiker schicken

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Adresse

Briefe schreiben

Mr. Julian Assange
ID: A9379AY
DOB: 3/07/1971
HMP Belmarsh
Western Way
London SE28 0EB
UK

Hinweis des Seitenbetreibers: Manchmal wird anstelle der Gefangenennummer auch der Geburtstag (“Date Of Birth”, kurz “DOB”) angegeben.

Writejulian.com

Abgeordnete – Musterbrief

Bevor Sie an Julian Assange schreiben, schreiben Sie bitte mindestens einen Brief an einen Politiker oder Führer und ergreifen Sie eine weitere Maßnahme, um Julian zu verteidigen. Hier finden Sie einen Musterbrief, um deutschen Abgeordneten zu schreiben:


Übersetzung von Writejulian.com

Deutsche Übersetzung des Textes der Seite Writejulian.com:


Letters for Julian Assange /Claudia Daseking und Patrick Bradatsch

Briefe für Julian – Petitionen starten, Briefe an Abgeordnete schreiben, das ist das typische Treiben von Aktivisten. Was wurde dadurch bisher erreicht im Fall von Julian Assange? Wir habe eine kleine Bestandsaufnahme gemacht. Welche Argumente sind relevant? Welche Institutionen sind relevant für unser Ziel, die Freilassung des Journalisten?


Unsere Pressefreiheit durch Briefe an Julian Assange schützen..

Die oldschool Variante und weitere Wege für Proteste in Sachen Pressefreiheit zu Zeiten der Corona-Krise

Julian Assange sitzt im Gefängnis, der Grund dürfte mittlerweile weltbekannt sein. Er hat Kriegsverbrechen aufgedeckt – dafür drohen ihm jetzt 175 Jahre Haft in den USA. Momentan sitzt er in einem Hochsicherheitsgefängnis in London, wo er unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten wird und obwohl zurzeit überall auf der Welt Gefangene ohne Gewalt-Hintergrund freigelassen werden, wurde seine Freilassung von von der Richterin abgelehnt.

Was seine Auslieferung und anschließende Verurteilung für unsere Pressefreiheit bedeuten würden, liegt eigentlich auf der Hand. Wenn Journalisten_innen und Publizisten_innen dafür verurteilt werden, dass sie Wahrheiten und insbesondere Verbrechen ans Licht führen, kann nicht mehr frei berichtet werden. Welcher Journalist_in oder Publizist_in möchte schon eine lebenslängliche Strafe riskieren? Die Lage ist also tatsächlich ernst. Wenn uns Gerechtigkeit und Transparenz wichtig sind gilt es, jetzt zu handeln.

Erschreckend wenige hatten bis vor Kurzem diesen Zusammenhang gesehen, da die Medien diesen Fall fast überwiegend mit Schweigen oder gar mit Verleumdungen gegenüber der Person Julian Assange gegenüber gestanden hatten und somit vom eigentlichen Thema abgelenkt haben. Entsprechend niedrig ist auch die Zahl derer, die sich einsetzen, protestieren, an Politiker appellieren usw.

Protest mit Briefen

Als im Februar der erste Teil der Gerichtsverhandlung über seine Auslieferung in die USA stattfand, waren wir nur wenige Menschen, die vor den Gittern des Gerichts protestiert haben. Der zweite Teil des Verfahrens beginnt am 18. Mai – diese Tickets nach London werden wohl verfallen. Das Coronavirus hat zur Grenzschließung und sogar zur Ausgangssperre geführt, und es scheint vorerst nicht so, als könnte man im Mai nach Londo fliegen.

Bisher hat es in vielen Städten der Welt regelmäßige Mahnwachen gegeben, mit dem Ziel, Aufmerksamkeit auf diese Ungerechtigkeit zu lenken und seine Freilassung zu fordern. Auch wenn diese leider vorerst auf Grund der neuen Maßnahmen gegen das Coronavirus nicht stattfinden können, gibt es dennoch weiterhin analoge Wege, um für Pressefreiheit zu kämpfen. Briefe zu schreiben ist einer davon.

Wir müssen der Exekutive klarmachen, dass sich viel viel mehr Menschen für diese Angelegenheit interessieren, als es den Anschein hat. Auch wenn vor dem Gericht nur wenige Menschen standen, und zu den wöchentlichen Mahnwachen in Berlin bestenfalls bis zu 50 Menschen erschienen sind, bedeutet dies nicht, dass nicht mehr Bürgern_rinnen die Pressefreiheit und somit auch dieser Fall, am Herzen liegt.

Indem wir also Briefe schreiben, können wir ihnen als Bürger_innen zeigen, dass wir ihnen diese Ungerechtigkeit nicht durchgehen lassen werden. Es ist wichtig, dass klar wird, dass dass eine große Masse von Menschen sich empören und widersetzen wird, sollte der Mensch, der Verbrechen, die verheimlicht wurden, öffentlich gemacht hat, der USA ausgeliefert und dort lebenslang eingesperrt werden.

Post als Protest-Form in Zeiten von Corona

Trotz des Coronavirus können wir weiterhin Briefe schreiben und wenn man sich einmal Briefmarken holt, muss man die Briefe nur noch in den Briefkasten werfen, man vermeidet also überflüssigen Körperkontakt. Es ist eine Sache, die weder viel Zeit noch viel Aufwand verlangt. Ein paar Zeilen genügen schon, „we hope tha you will be free again soon“ würde schon ausreichen – ab in den Umschlag, in den Briefkasten und schon hat man zur Erhaltung der Pressefreiheit beigetragen!

Dies kann man so oft machen, wie man eben kann, auch wenn es nur einmal im Monat oder so ist, ist es ein Brief mehr, der die Botschaft sendet: „Es ist uns nicht egal, was ihr macht! Wir leisten Widerstand gegen diese Ungerechtigkeit!“ Die Adresse findet ihr am Anfang dieses Artikels.

Briefe werden tatsächlich zugestellt

Tatsächlich habe ich Julian Assanges Vater John Shipton in London persönlich gefragt, ob die Briefe auch ankommen und er hat mir versichert, dass sie zugestellt werden. Es ist also keine sinnlose Aktion, sondern ein kleiner aber essentieller Stein im Fundament unserer Pressefreiheit, welches gerade dabei ist zu bröckeln und damit auf längere Sicht droht, einzustürtzen.

Natürlich ist es zurzeit leicht, das Thema aus den Augen zu. Die Corona-Krise betrifft uns alle und andere Nachrichten und Vorgänge scheinen weniger relevant und werden somit in den Hintergrund gedrängt. Doch die meisten der Menschen werden das Coronavirus überleben und irgendwann wird die Krise überstanden sein, unsere Pressefreiheit und auch nicht zu vergessen – Julian Assanges Leben – werden jedoch dadurch nicht einfach wieder zurückkommen. Doch noch ist nichts entschieden, wir können diese Auslieferung und Verurteilung tatsächlich noch verhindern – wenn wir jetzt keine Zeit mehr verlieren, sondern sofort handeln. Außer dem Briefeschreiben, gibt es noch viele andere Wege, ohne großen Aufwand etwas beizutragen.

Man kann online aktiv bleiben, Kommentare posten, Petitionen starten und unterschreiben, Videos machen, entsprechende Kommentare liken etc. Wahrscheinlich ist schon klar, worauf es hier hinausläuft: Briefe schreiben!

Ich hoffe sehr, dass jeder, dem Freiheit, Transparenz und Gerechtigkeit wichtig sind einen Weg findet, diese Werte zu unterstützen, denn der Angriff auf ebendiese geschieht gerade hier und jetzt und wenn so ein Präzedenzfall wie der von Julian Assange erst mal geschaffen ist, wird es umso mehr Kraft und Einsatz kosten, sie zurückzugewinnen. Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt. Ich glaube an uns.